Mi Loco Tango
Biographie
Preisträger des
creole 2007 (Weltmusikpreis, Deutschland)
32. Festival Internationale Fisharmonica (Filmmusikpreis, Castelfidardo, Italien)
2. Astor Piazzolla Festival Libertango (Tangopreis, Lanciano, Italien)
Das international besetzte Quartett Mi Loco Tango ein Bajanist (Knopfakkordeon) aus Russland, eine Geigerin und eine Pianistin aus Deutschland, und ein deutsch-französischer Kontrabassist hat sich 2002 zusammengefunden, um sich zunächst ausschließlich dem Werk des argentinischen Komponisten und Musikers Astor Piazzollas zu widmen. Ziel war es, die Musik mit den einzelnen Erfahrungen der Mitwirkenden neu zu definieren und sie somit anders zu spielen. Entstanden ist seitdem ein breit gefächertes Repertoire mit den wichtigen Werken aus Piazzollas Vermächtnis die Klassiker wie Libertango oder Oblivion , es ist aber durchaus auch von einigen Raritäten durchsetzt ist Tanti Anni Prima oder aktuell die beiden Zyklen Del Diablo und Del Angel.
Piazzolla, der seine kompositorischen Fähigkeiten auch in die Dienste der Bereiche Theater, Film und Tanz gestellt hat, war es dann auch, der den Auslöser für einen weitergehenden Schritt hin zur Filmmusik brachte, umgesetzt in genau dieser tango-typischen Besetzung wie Mi Loco Tango sie darstellt. Speziell die italienischen Maestri Nino Rota und Ennio Morricone, sowie deren namhafte Kollegen, haben es den vier Frankfurter Musikern besonders angetan.
Das Ensemble wurde seit seiner Gründung bereits mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. Angefangen mit dem Weltmusikpreis creole 2007 über den 1. Preis in der Kategorie Filmmusik beim 32. Festival Internationale Fisharmonica (Castelfidardo, Italien) ebenfalls in 2007 und im letzten Jahr dann der bisherige Höhepunkt in der Karriere des Ensembles, der Tangopreis Libertango beim 2. Astor Piazzolla Festival (Lanciano, Italien) in 2008, dessen Juryvorsitz die Witwe von Astor Piazzolla, Laura Escalada-Piazzolla, innehatte.
Vassily Dück, Musikstudium am staatl. Konservatorium Novosibirsk mit Diplomabschluss als Musiklehrer und Solist des Bajan. Engagement als Solist und Konzertmeister bei der Philharmonie Altai und beim staatl. Orchester Sibiria. Sein Repertoire reicht von Klassik bis hin zur Folklore. CD-Produktionen: Solo-CD Bajan, Der Rote Schal und Toujours la Piaf im Zusammenhang mit der gleichnamigen Inszenierung des Bielefelder Theaters. Diverse musikalische Engagements für die Stadttheater Detmold und Mannheim, sowie im Theater Willy Praml (Frankfurt/ Main).
Irina Bunn, Studium für Violine an der Hochschule für Musik und darstellende Künste Frankfurt am Main. Sie spielt seitdem als Geigerin in verschiedenen Formationen, stilistisch von Barock bis hin zu neuer Musik und ist darüber hinaus als Lehrerin und Dozentin tätig. Mitbegründerin und erste Geigerin des Cambio-Quartett und des Salonorchesters Die Lunas.
Judith Herrmann, Klavierstudium an den Musikhochschulen in Köln und Frankfurt am Main, unter anderem bei B. Kontarsky. Kompositionen unter anderem für das Klappmaul-Theater (Frankfurt/ Main) und das Illuminativ-Theater (Bad Camberg). Musiktheater Fettige Gesänge mit C.Niemann und A.Roelofs. Musikalische Leitung von Laterna-Magica-Shows: Die Nibelungen und Zwischen Wunder und Wissenschaft. Chansons mit J.Zollmann: Beziehungsweisen.
Gregor Praml, Absolvent der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, Studien für Kontrabass in den USA (New York). Spielt Kontrabass und E-Bass in diversen Formationen und Theaterprojekten. Kompositionen und Arrangements, Musikalische Leitungen: u.a für Maria Stuart (2003), Wilhelm Meisters Lehrjahre (2004), Medea (2005), Im Dickicht der Städte (2006), 36,9 GRAD Brecht . Houellebecq (2006/07), Jesus damour: geb. 0/ gestorben-auferstanden (2006-2008), ariadnes faden, arthurs schwester marie & der "ächte" naxosschmirgel (2007), marquise von o (2007), Don Carlos. Infant (2008). Dozent für Musik an der Fachhochschule Frankfurt/Main. Produzent u.a. Del Diablo y Del Angel (Mi Loco Tango), Zuckerschnecksche, Prinzje & Co (Kinderlieder), Lille Peter, Akiko & Co (Kinderlieder). Freier Musikredakteur & Producer beim Hessischen Rundfunk.
Alberto Mompellio Arrangeur & Komponist, ist gebürtiger Italiener und stammt aus Vigevano (Pavia). Er zählte ab Mitte der 1970er zu den gefragtesten Studiomusikern Italiens, zu seinen Auftraggebern und Tourengagements zählen Künstler wie Patty Pravo, Fabrizio De Andrè, Mina oder Gino Paoli. Die Zusammenarbeit mit der Sängerin Milva als deren Keyboarder auf zahlreichen Welttourneen reicht sogar bis ins Jahr 2004. Mompellio kommt Mitte der 1980er Jahre nach Frankfurt, wo er bis heute ansässig geblieben ist. Seine Aufträge für Kompositionen und Orchesterarrangements von Filmproduktionen führt ihn allerdings bis nach Hollywood, u.a. 2001 Igby goes down (mit Jeff Goldblum und Susan Sarandon) oder All the Queens Men (mit Matt LeBlanc). In Deutschland ist er ein gefragter Orchesterarrangeur, u.a. für Nenas Album Jubiläum (Deutschen Filmorchester Babelsberg), der Hörbuchproduktion Olaf, der Elch (ebenfalls D.F.B.) oder dem 3 Soprano Project (Prager Sinfoniker). Mompellio hat diverse Fachpublikationen vorzuweisen, dazu gehört auch Die Musik des amerikanischen Films: musikalische Stereotypen in amerikanischen Filmen oder Die Geschichte der italienischen Popmusik von den 1950ern bis heute.
Mi Loco Tango Pressestimmen
Mi Loco Tango, das heißt Eleganz, Verve und Reduktion (Frankfurter Rundschau)
Grandioser Tango à la Frankfurt. Sie haben den Tango im Blut(Frankfurter Rundschau)
Zwei Frauen stellen das Quartett auf eine solide Basis. Hell, von faszinierender Eindringlichkeit, die Geige von Irina Bunn, kräftig, rhythmisch souverän am Klavier: Judith Herrmann. Gregor Praml, umtriebiger Naxos-Fabrikant, gibt mit federndem Spiel am Kontrabass den Tangomelodien verlässlichen Halt, einen ungewohnten Klang bringt das mächtige Akkordeon von Vassily Dück ein. kommt der "wilde" Tango daher: präzis und auf den Punkt gespielt. (Frankfurter Rundschau)
Das Können dieses Ensembles offenbart sich in der Qualität der Arrangements und in der Subtilität des Aufeinanderhörens beziehungsweise reagierens. (Main-Post)
Der Auftritt des Quartetts in Frankfurt setzte Piazzolla als Komponistenpersönlichkeit sicherlich in den Rang eines Schubert oder Debussy. [... Die ganz unterschiedliche Herkunft der Musiker passt zur Musik Piazzollas. Heute spielen sie mit so viel Leidenschaft, das mancher Argentinier blass werden könnte. (Frankfurter Rundschau)
Bleibt nur noch und das nicht zuletzt! zu betonen, dass die durchaus reflektierten Arrangements Mompellios in Mi Loco Tango superbe Partner haben, die durch Spielfreude, Virtuosität und enorme Klangsinnlichkeit den Rohdiamant der geschriebenen Noten in ein kaum besser passendes Goldgeschmeide von geschmack- und niveauvoller Musizierkultur einfassen. (Intermusik Zeitung)
Orchestermusik in klassischer Tangobesetzung das klingt wie eine echte Herausforderung und nach einem Projekt, das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus für Furore sorgen kann. (Journal Frankfurt)
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